Provision Lieferdienst senken: 8 praktische Wege für Restaurants
Provision Lieferdienst senken, ohne Gäste zu verlieren: mit Preisen pro Kanal, Direktbestellung und Abholung. Dazu ein 30-Tage-Plan für Ihr Restaurant.
Wer die Provision beim Lieferdienst senken will, erreicht selten viel, wenn er nur über den Prozentsatz verhandelt. Wirksamer ist es, zu verändern, woher die Bestellungen kommen: Preise so setzen, dass sich jeder Kanal trägt, Stammgästen eine einfache Direktbestellung anbieten, Abholung belohnen und Lieferplattformen vor allem nutzen, um entdeckt zu werden. Dieser Leitfaden erklärt, wie Provisionsmodelle grundsätzlich funktionieren, und gibt Ihnen einen 30-Tage-Plan, mit dem Sie mehr Bestellungen in Kanäle holen, die Sie selbst steuern.
Wie funktioniert die Provision bei Lieferdiensten?
Jede Lieferplattform schreibt ihren eigenen Vertrag, und die Konditionen unterscheiden sich je nach Land, Stadt und Tarif. Verstehen Sie diesen Abschnitt deshalb als Landkarte, nicht als Preisliste. In der Regel behält die Plattform einen Prozentsatz jeder Bestellung ein, als Gegenleistung für Sichtbarkeit, die Bestell-App und in vielen Fällen den Kurier. Liefert die Plattform selbst, ist der Satz meist höher; setzen Sie eigene Fahrer ein, ist er oft niedriger.
Der beworbene Satz ist selten die ganze Rechnung. Lesen Sie Ihren Vertrag und Ihre Monatsabrechnungen Zeile für Zeile und achten Sie auf Posten wie diese:
- Eine prozentuale Provision auf den Bestellwert, mal vor und mal nach Rabatten berechnet.
- Zahlungs- oder Servicegebühren pro Bestellung.
- Bezahlte Sichtbarkeit: gesponserte Platzierungen, Hervorhebungen oder Werbepakete.
- Rabatte, die Sie selbst finanzieren, wenn Sie an einer Aktion der Plattform teilnehmen.
- Erstattungen und Korrekturen für fehlende Artikel oder verspätete Bestellungen.
Addieren Sie all diese Posten für einen Monat und teilen Sie die Summe durch Ihren Plattformumsatz. Dieser effektive Satz ist die Zahl, auf die es ankommt, und er liegt oft über dem, was auf der ersten Vertragsseite steht.
Was kostet die Provision wirklich? Ein hypothetisches Beispiel
Die folgenden Zahlen sind erfunden und sollen nur die Methode zeigen; es sind keine echten Plattformkonditionen. Stellen Sie sich eine Bestellung über 50 vor. Der Wareneinsatz beträgt 15, die Verpackung 3, und wir nehmen eine Gesamtprovision von 30 Prozent an, also 15. Nach Provision, Wareneinsatz und Verpackung bleiben Ihnen bei der Plattformbestellung 17 für Personal, Miete, Energie und Gewinn.
Nun derselbe Warenkorb, direkt auf Ihrer eigenen Website zur Abholung bestellt. Angenommen, die Kartenzahlung kostet 2. Dann bleiben 50 minus 2, 15 und 3, also 30. In diesem Beispiel beträgt der Unterschied 13 pro Bestellung. Liefern Sie Direktbestellungen selbst aus, ziehen Sie Ihre Fahrerkosten ab; auch Website, Hosting und ein möglicher Willkommensrabatt kosten Geld.
Provision beim Lieferdienst senken: 8 praktische Wege
1. Preise pro Kanal festlegen
Viele Restaurants verlangen auf Plattformen etwas höhere Preise, um die Provision aufzufangen, oder bieten dort weniger Aktionen an. Prüfen Sie vorher Ihren Plattformvertrag: Manche Verträge enthalten Preisparitätsklauseln oder andere Vorgaben zur Preisgestaltung, und die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Fragen Sie im Zweifel die Plattform oder eine Beratung vor Ort. Wo es erlaubt ist, halten Sie den Unterschied moderat und gut erklärbar und machen Sie Ihre eigene Speisekarte zum Referenzpreis.
2. Einen eigenen Direktbestellkanal aufbauen
Ein Direktkanal ist eine Speisekarte auf Ihrer eigenen Website, über die Gäste bestellen und bezahlen. Er muss nicht kompliziert sein, sollte aber auf dem Smartphone schnell laden, echte Fotos zeigen und einen kurzen Bezahlvorgang haben. QR Menu Manager zum Beispiel läuft in Ihrem eigenen WordPress, und WooCommerce übernimmt Warenkorb, Kasse und Bestellungen. Die Bestelldaten bleiben so in Ihrer eigenen Datenbank statt auf der Plattform eines anderen.
3. Abholung belohnen
Bei Abholung fallen weder Fahrerkosten noch Plattformprovision an, deshalb ist sie meist Ihre profitabelste Außer-Haus-Bestellung. Geben Sie Gästen einen Grund, sie zu wählen: einen kleinen Abholrabatt, ein Gratisgetränk ab einem Mindestbestellwert oder eine verlässliche Abholzeit. Gestalten Sie die Ausgabe klar und schnell, denn lange Wartezeiten an der Theke machen den Vorteil zunichte.
4. Einen Beileger in jede Liefertüte
Eine Plattformbestellung ist oft das erste Mal, dass jemand Ihr Essen probiert. Eine kleine gedruckte Karte in der Tüte kann daraus eine direkte Beziehung machen: ein Dankeschön, der Name Ihrer Website, ein QR-Code zu Ihrer Speisekarte und ein Grund, beim nächsten Mal direkt zu bestellen. Lesen Sie zuerst Ihren Vertrag, denn manche Plattformen regeln, wie Sie die vermittelten Kunden ansprechen dürfen.
5. QR-Code auf Kassenbons und Verpackungen
Drucken Sie denselben QR-Code auf Kassenbons, Tüten, Becherhüllen und Aufkleber. Wer ihn zu Hause scannt, landet direkt auf Ihrer Speisekarte, ganz ohne App-Download. Verwenden Sie einen einzigen, dauerhaften QR-Code, der immer Ihre aktuelle Karte öffnet. Dann müssen Sie bei Preisänderungen nichts neu drucken.
6. Gutscheine nur für Direktbestellungen
Ein Willkommensgutschein hilft, eine Gewohnheit zu ändern. Halten Sie ihn einfach und begrenzt: einmal pro Gast, mit sinnvollem Mindestbestellwert und klarem Enddatum. Der Gutschein kostet Sie einmal, die gesparte Provision dagegen wirkt bei jeder weiteren Bestellung. QR Menu Manager bringt Gutschein- und Kampagnenfunktionen mit, sodass Sie Codes für Beileger oder Tische ohne zusätzliche Software anlegen können.
7. Plattformen zum Entdecktwerden nutzen, nicht als einzigen Kanal
Plattformen sind gut darin, Sie Menschen zu zeigen, die noch nie von Ihnen gehört haben. Behandeln Sie sie wie ein bezahltes Schaufenster: eine fokussierte Karte, Ihre besten Gerichte im Vordergrund und jede Bestellung als Gelegenheit, den Gast beim nächsten Mal in Ihren eigenen Kanal einzuladen.
8. Vertrag und Tarif regelmäßig prüfen
Plattformen bieten häufig verschiedene Tarife an, etwa mit oder ohne eigene Lieferung. Vergleichen Sie einmal im Jahr Ihren effektiven Satz in jedem Tarif mit Ihren tatsächlichen Lieferkosten. Ein Tarifwechsel, der Verzicht auf bezahlte Sichtbarkeit, die sich nicht rechnet, oder der Ausstieg aus selbst finanzierten Aktionen kann Ihre Kosten senken, ohne dass Sie einen einzigen Preis anfassen.
Wie messen Sie die Rentabilität jedes Kanals?
Was Sie nicht messen, können Sie nicht senken. Eine einfache Tabelle, die Sie einmal im Monat aktualisieren, genügt. Erfassen Sie für jeden Kanal, also Plattform, direkte Lieferung, direkte Abholung und Gastraum, folgende Werte:
- Anzahl der Bestellungen und Gesamtumsatz.
- Durchschnittlicher Bestellwert.
- Alle Gebühren: Provision, Zahlungsgebühren, bezahlte Sichtbarkeit und Erstattungen.
- Waren- und Verpackungskosten als Anteil am Umsatz.
- Lieferkosten, wenn Sie eigene Fahrer einsetzen.
- Was pro Bestellung nach allen direkten Kosten übrig bleibt.
Lieferplattform oder Direktbestellung: der Vergleich
- Reichweite: Plattformen bringen neue Gäste; Ihr Direktkanal bedient vor allem Menschen, die Sie schon kennen.
- Kosten pro Bestellung: Plattformen verlangen Provision und Gebühren; Direktbestellungen kosten vor allem Zahlungsgebühren und den Aufwand für Ihre eigene Einrichtung.
- Kundendaten: Auf Plattformen bleibt die Beziehung meist bei der Plattform; im eigenen Kanal sehen Sie die Bestellhistorie und können Stammgäste belohnen.
- Lieferung: Plattformen können die Fahrer stellen; für Direktlieferung brauchen Sie eigene Fahrer, oder Sie bieten nur Abholung an.
Der 30-Tage-Plan, um die Lieferdienst-Provision zu senken
- Tag 1–3: Laden Sie die Abrechnungen des Vormonats herunter und berechnen Sie Ihren effektiven Provisionssatz pro Plattform.
- Tag 4–7: Rechnen Sie aus, was jeder Kanal pro Bestellung übrig lässt; das Beispiel oben dient als Vorlage.
- Tag 8–12: Richten Sie Ihre Direktbestellkarte ein oder bringen Sie sie in Ordnung, testen Sie den Bezahlvorgang auf dem Smartphone und ergänzen Sie die Abholoption.
- Tag 13–15: Prüfen Sie die Preis- und Marketingregeln in Ihrem Plattformvertrag und legen Sie danach die Preise pro Kanal fest.
- Tag 16–20: Lassen Sie Beileger und QR-Codes für Kassenbons drucken, jeweils mit einem Willkommensgutschein für Direktbestellungen.
- Tag 21–25: Bitten Sie Ihr Team, an der Theke und am Telefon auf die Direktbestellung hinzuweisen.
- Tag 26–30: Vergleichen Sie den Anteil der Direktbestellungen mit dem Monatsanfang und passen Sie Gutschein oder Beileger an.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Provision mit einer Lieferplattform verhandeln?
Manchmal. Größere Betriebe oder Restaurants mit starker Nachfrage haben mitunter Verhandlungsspielraum, und ein Wechsel in einen Tarif mit eigener Lieferung kann den Satz verändern. Selbst wenn sich der Prozentsatz nicht bewegt, lassen sich oft bezahlte Zusatzleistungen und Aktionskosten reduzieren.
Darf ich auf Lieferplattformen höhere Preise verlangen?
Das hängt von Ihrem Vertrag und den örtlichen Regeln ab, die sich von Land zu Land unterscheiden. Manche Verträge enthalten Preisparitätsklauseln. Lesen Sie Ihre Vereinbarung genau und fragen Sie im Zweifel die Plattform oder eine Beratung vor Ort.
Wie bringe ich Gäste dazu, direkt zu bestellen?
Machen Sie es einfach und geben Sie einen Grund. Eine schnelle mobile Speisekarte, ein QR-Code auf jeder Tüte und jedem Bon, ein Abholvorteil und ein einmaliger Willkommensgutschein wirken gut zusammen.
Brauche ich eigene Fahrer für Direktbestellungen?
Nein. Viele Restaurants starten nur mit Abholung und vermeiden so Lieferkosten komplett. Eine eigene Lieferung für nahe Gebiete können Sie später ergänzen, wenn die direkte Nachfrage wächst.
Beginnen Sie mit den Zahlen: Berechnen Sie diese Woche Ihre effektive Provision, wählen Sie dann zwei oder drei Wege aus diesem Leitfaden und testen Sie sie 30 Tage lang. Wenn Sie einen Direktbestellkanal auf Ihrer eigenen Website möchten: QR Menu Manager erscheint bald auf WordPress.org und bietet Ihnen Speisekarte, Kasse, Gutscheine und Bestellungen, die in Ihrer eigenen Datenbank bleiben.
Vorab testen?
QR Menu Manager kommt bald auf WordPress.org. Schreiben Sie uns – wir melden uns, sobald es verfügbar ist.